ZUM ALPHA MANN WERDEN UND SOLIDES SELBSTWERTGEFÜHL AUFBAUEN

Ein Alpha-Mann ist immer ein Rudelführer

Zum Alpha Mann werden statt zum statt zum Kerl, auf den sein übermächtiges Weib mit der Nudelrolle hinter der Türe wartet – das bedeutet in den meisten Fällen (vor allem wenn Du aus Deutschland kommst), dass Du eine Menge Arbeit vor Dir hast. Es ist nämlich nicht damit getan, wie ein Alpha Mann aufzutreten. Solange Du hinter Deiner Alpha-Fassade einen Frauenversteher oder ein Weichei verbirgst, wird Deine schöne Kulisse irgendwann löchrig werden und Dich verraten. Es geht also darum, tatsächlich ein Alphatier zu sein.

Der Alpha Mann heißt so, weil er immer die Nummer eins ist – egal ob es um Frauen oder eine Beförderung geht.

Dem Alpha Mann steht ins Gesicht geschrieben, dass er Führungsqualitäten hat. Er ist selbstbewusst und möchte Rudelführer sein. Noch wichtiger ist: Sein Gegenüber akzeptiert ihn als solchen.

In der Tierwelt übernehmen die Alphatiere dank ihrer Erfahrung und Kraft die Rolle des Rudelführers. Jener hat immer die erste Wahl, wenn es um die Nachwuchsplanung geht. Unter den anwesenden Damen finden Konkurrenzkämpfe statt, wenn es darum geht, einem Alphatier ins Auge zu fallen und sich seiner Gunst sicher zu wissen.

Wer mit einem Alpha Mann zusammen ist, genießt seinen Schutz.

Etwas von seiner Energie geht – zumindest gefühlt – auf einen über. Nicht verwechseln sollte man den Alpha Mann mit dem Macho. Während der Macho über betont männliche Attribute und Gockel-Gehabe Eindruck schinden möchte, kann sich der Alpha Mann auch ohne das der Aufmerksamkeit aller gewiss sein. Er hat eine natürlich wirkende dominante Ausstrahlung.

Wenn ein Alpha Mann einen Raum betritt, drehen sich automatisch alle um, weil er eine Aura von Autorität und Charisma um sich verbreitet. Alpha-Typen können durchaus attraktiv sein und gut aussehen – aber das ist kein Muss. Auf viele Untergebene wirkt der Alpha Mann fast unantastbar – so, als könne ihn nichts aus der Bahn werfen.

Alphatypen sind einfach immer die Gewinner. Sie stehen in der Sozialordnung ganz oben. Das hat auch gute Gründe. Während der Macho sein männliches Gehabe oft überzieht, hat der Alpha Mann das nicht nötig.

Der Alpha Mann trägt den wilden Mann in sich

Was bedeutet es ein echter 'Wilder Mann' zu sein?

Was sind heutige Rollenvorbilder, wenn es darum geht ein Alpha Mann zu sein?

Wenn Du den Weg zum Alphamann beschreiten möchtest, solltest Du nicht lange warten. Es ist ein längerer Prozess – nennen wir ihn Evolution – notwendig, um Dich zu einem Alpha Mann zu machen. Vielleicht solltest Du Dir zunächst klarmachen, was Dir zum Alpha Mann fehlt. Daran misst sich die Größe Deiner Aufgabe.

Während Du Dir in der Muckibude mehr Muskeln antrainierst, kannst Du Deinen bisherigen Status beleuchten. Du solltest Dir Rollenmodelle suchen, die Dir als Alpha Mann ins Auge fallen. Der Alpha Mann entpuppt sich meist nicht als muskelbepackter Bodybuilder-Typ, der vor Kraft kaum gehen kann. Vielmehr strahlt ein Alpha Mann Souveränität, Erfolgswillen und Energie aus.

Er hat es nicht nötig, seinem Gegenüber durch „mackerhafte“ Attitüden oder antrainierte Muskelberge zu imponieren. Ebenso wenig hat er es nötig, seinen Vorgesetzten durch übertriebenen Arbeitseifer, Intrigantentum oder Anbiederungsversuche in den Hintern zu kriechen. Was am Alpha Mann auffällt, ist seine schlafwandlerische Selbstsicherheit. Sie ist nicht aufgesetzt. Sie entsteht aus der Überzeugung, wertvoll, erfolgreich und unentbehrlich zu sein. Ob man ein echter oder ein selbst ernannter Alpha-Typ ist, bekommen die Frauen schnell heraus. Sie finden den Alpha Mann umwerfend, aber sie fallen nicht lange auf Männer herein, die nur vorgeben, Alphatypen zu sein.

Tipps für den Weg zum Alpha Mann

Du solltest Dich zunächst fragen, warum Du unbedingt ein Alpha Mann werden möchtest. Vielleicht bringst Du bereits gute Grundlagen mit, die Du weiterentwickeln kannst. Dann wird Deine Evolution erfolgreicher sein, als wenn Du Dich total umkrempeln musst. Wenn Du gegen Deine wahre Natur lebst, wird das nicht lange klappen. Trotzdem kannst Du einiges tun, um als starker Typ wahrgenommen zu werden.

Übe Dich in Redegewandtheit und guter Rhetorik. Wer ständig herumstottert, um den Brei herumredet und hundertmal „ähm“ oder andere Füllwörter und Floskeln in seinen Text einknetet, hat schon den falschen Eindruck hinterlassen.

Der Alpha Mann ist redegewandt und eloquent. Er ist kein Sprachpanscher, sondern betreibt verbalen Umweltschutz. Er hört sich nicht nur gerne reden, sondern hat etwas zu sagen. Dabei moduliert er seine Stimme, um Wichtiges zu betonen. Er spricht niemals überlaut, um eine größere Zuhörerschaft zu erzwingen. Humor schadet nicht. Er verschafft Dir Sympathiewerte. Zögere nicht bei Deinen Antworten. Zeige Fachkompetenz und Interesse. Verschachtelte Sätze, Drumherum-Gerede und hochgestochen klingende fremdsprachliche Fachbegriffe sind tabu. Klarheit und Präzision in der Sprache ist angesagt.

Die Körperhaltung vermittelt wichtige Botschaften über das, was Du bist. Gesten der Unsicherheit und Verklemmtheit passen nicht zum Alpha Mann. Die Körpersprache der Alpha Männer ist immer offen. Sie meiden übergeschlagene Beine und überkreuzte oder an den Körper gepresste Arme. Sie fummeln nicht ständig an der Krawatte, sondern hören entspannt zu. Bestenfalls nehmen Alphatypen eine Denkerpose ein. Niemals stützen sie den Kopf in die Hände. Sie zeigen keine Ungeduld an, indem sie auf die Uhr sehen oder „hippelig“ werden.

Der Alpha Mann dokumentiert seine innere Haltung über die Körpersprache.

Er buckelt nicht. Nervöse Zuckungen, Blicke nach unten oder ein unsteter Blick kennzeichnen nicht sein Repertoire. Gelächelt wird nicht dauerhaft, sondern nur dann, wenn ein Anlass gegeben ist. Du kannst eine entspannte, aber offene und kommunikative Körperhaltung trainieren. Als Alphamann schreitest Du selbstbewusst aus, ohne Stress oder Zeit für Untätigkeit zu zeigen.

Das Mittelmaß zwischen einer gewissen Distanziertheit und genügend Nähe zu finden, ist nicht leicht. Vermeide es, andere ständig zu berühren. Berührungen zu scheuen, ist aber auch nicht immer der richtige Weg. Beobachte andere Alphatiere und lerne von ihrer Herzlichkeit. Ein Macher ist nicht allzu „touchy“, aber er kann andere berühren. Genügend Distanz signalisiert dem anderen, dass man ihn respektiert.

Ein Alpha Mann ist diesbezüglich nicht bedürftig. Er umarmt nicht jeden und läuft nicht hinter jedem Rockzipfel her. Mancher tut so, als sei er ein Alpha-Typ, ist aber in Wahrheit ein Macho. Was beide am sichtbarsten unterscheidet, ist der Stil.

Stilistisch tut es nichts zur Sache, was ein Alpha Mann trägt. Er wirkt in Anzug und Krawatte ebenso lässig und selbst-definiert wie in Jeans und Poloshirt. Er wirkt selbst in der Badehose so souverän, dass er bewundernde Blicke auf sich zieht. Was auffällt, ist auch hier der gute Stil. Es lohnt sich, wenn Du Dich mit Stilfragen auskennst. Der Macho trägt auffällige Uhren, Cowboystiefel oder supermännliche Accessoires, die ihn als kernigen Mann kennzeichnen sollen. Der Alpha-Typ vermeidet alles, was unangenehm auffällt. Er zeigt sich zurückhaltend, aber als Individualist mit Geschmack. Die Uhr darf teuer sein, belegt aber stilistisches Understatement. Der Businessanzug sitzt perfekt, ist aber nie teurer als der des Chefs.